Amortisation Batteriespeicher: Rechner mit EEG-Vergütung
Amortisation eines Batteriespeichers in Deutschland oder Frankreich: EEG-Einspeisevergütung nach Inbetriebnahme, BDEW-Strompreis, Eigenverbrauch und Jahre bis zur Amortisation.
Amortisation Batteriespeicher berechnen: EEG-Vergütung und Strompreis
Die Amortisationszeit eines Batteriespeichers ist sein Preis geteilt durch die Ersparnis pro Jahr. Die Ersparnis ergibt sich aus den kWh, die der Speicher von der Einspeisung in den Eigenverbrauch verschiebt, mal der Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung. Mit 6 kWp, 10 kWh Speicher, Inbetriebnahme im Oktober 2026 (7,70 ct/kWh nach EEG) und dem BDEW-Durchschnittspreis von 37,0 ct/kWh kommt das Tool auf 791 € im ersten Jahr: Ein Speicher für 5.800 € ist statisch nach 7,3 Jahren bezahlt, mit 3,5 % Strompreissteigerung pro Jahr im 7. Jahr.
So rechnet das Tool
- Ertrag der Anlage: kWp × 1.150 kWh. Ohne Speicher werden 35 % davon selbst verbraucht.
- Mit Speicher kommt die gespeicherte Energie hinzu, begrenzt auf Kapazität × 300 Zyklen × 90 % Wirkungsgrad und auf 45 % des Ertrags; der Eigenverbrauch kann 85 % des Haushaltsverbrauchs nicht übersteigen.
- Ersparnis pro Jahr = verschobene kWh × (Strompreis − Einspeisevergütung). Jede gespeicherte kWh ersetzt Netzstrom, wird aber nicht mehr vergütet.
- Statische Amortisationszeit = Speicherkosten ÷ Ersparnis im ersten Jahr. Die Kachel oben rechnet zusätzlich mit der eingegebenen Strompreissteigerung und nennt das Jahr, in dem die summierte Ersparnis die Kosten erreicht. Die Einspeisevergütung bleibt dabei konstant, wie im EEG.
Einspeisevergütung nach EEG bei Teileinspeisung
Maßgeblich ist das Datum der Inbetriebnahme der PV-Anlage; der Satz gilt dann 20 Jahre lang unverändert. Die Sätze für Anlagen auf Gebäuden (§ 48 Abs. 2 EEG 2023) sinken alle sechs Monate um 1 % (§ 49 EEG 2023). Über 10 kWp wird anteilig nach Leistung gerechnet (§ 23c EEG): 15 kWp mit Inbetriebnahme im Oktober 2026 erhalten (10 × 7,70 + 5 × 6,66) ÷ 15 = 7,35 ct/kWh. Sätze in ct/kWh laut Bundesnetzagentur:
| Inbetriebnahme | bis 10 kWp | 10 bis 40 kWp | 40 bis 100 kWp |
|---|---|---|---|
| 01.01.2023 – 31.01.2024 | 8,20 | 7,10 | 5,80 |
| 01.02.2024 – 31.07.2024 | 8,11 | 7,03 | 5,74 |
| 01.08.2024 – 31.01.2025 | 8,03 | 6,95 | 5,68 |
| 01.02.2025 – 31.07.2025 | 7,94 | 6,88 | 5,62 |
| 01.08.2025 – 31.01.2026 | 7,86 | 6,80 | 5,56 |
| 01.02.2026 – 31.07.2026 | 7,78 | 6,73 | 5,50 |
| 01.08.2026 – 31.12.2026 | 7,70 | 6,66 | 5,44 |
Für Inbetriebnahmen ab dem 01.01.2027 hat die Bundesnetzagentur noch keine Sätze veröffentlicht (Stand 22.10.2026). Das Tool zeigt dann einen Hinweis, und Sie tragen die Vergütung selbst ein. Ab 100 kWp gibt es keine feste Vergütung mehr.
Strompreis für Haushalte 2026
Vorgabe ist der durchschnittliche Strompreis für Haushalte im Jahr 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse vom August 2026: 37,0 ct/kWh bei 3.500 kWh Jahresverbrauch, davon 15,2 ct für Beschaffung und Vertrieb, 9,2 ct Netzentgelte und 12,6 ct Steuern, Abgaben und Umlagen. Der Wert enthält den Grundpreis anteilig, der Speicher spart aber nur den Arbeitspreis. Tragen Sie daher besser den Arbeitspreis Ihres Vertrags ein: Bei 32 ct/kWh sinkt die Ersparnis mit den Standardwerten auf 656 € pro Jahr, und die statische Amortisation steigt auf 8,8 Jahre.
Regeln aus 2025 und 2026, die die Rechnung verändern
- Umsatzsteuer: Für Speicher und Installation gilt seit 2023 ein Steuersatz von 0 %, wenn die PV-Anlage höchstens 30 kWp hat und auf oder an einem Wohngebäude steht (§ 12 Abs. 3 UStG). Der Speicherpreis ist damit brutto gleich netto.
- Solarspitzengesetz, in Kraft seit 25.02.2025: Neue Anlagen unter 100 kW mit Einspeisevergütung speisen bis zum Einbau von Smart Meter und Steuerbox höchstens 60 % ihrer Leistung ein (§ 9 Abs. 2 EEG).
- Negative Börsenpreise: Bei neuen Anlagen entfällt die Vergütung für Zeiten mit negativem Spotmarktpreis, bei Anlagen unter 100 kW ab dem Jahr nach dem Einbau eines Smart Meters (§ 51 EEG). Diese Zeiten werden an den Förderzeitraum angehängt (§ 51a EEG).
- Beide Regeln treffen vor allem den Mittagsstrom, den ein Speicher aufnimmt. Das Tool rechnet diesen Vorteil nicht ein; die Amortisation fällt bei neuen Anlagen also eher kürzer aus.
Beispiel mit den Standardwerten
6 kWp erzeugen 6.900 kWh; ohne Speicher werden 2.415 kWh selbst verbraucht. Der 10-kWh-Speicher fügt min(2.700; 3.105) = 2.700 kWh hinzu, also 5.115 kWh Eigenverbrauch (74,1 % des Ertrags, 79 % Autarkie). Ersparnis im 1. Jahr: 2.700 × (0,37 − 0,077) = 791 €. Amortisationszeit: 5.800 ÷ 791 = 7,3 Jahre; mit 3,5 % Strompreissteigerung ist der Speicher im 7. Jahr bezahlt. Mit dem Tarifrahmen „Frankreich“ (0,2003 €/kWh Netzpreis, 1,1 c€/kWh Vergütung) sind es 511 € pro Jahr und 10 Jahre; mit der früheren französischen Vergütung von 0,13 €/kWh wären es 17 Jahre.
Grenzen
- Die 1.150 kWh/kWp, die 35 % Eigenverbrauch ohne Speicher und die 300 Zyklen pro Jahr sind Mittelwerte des Modells, keine Werte für Ihren Standort.
- Die Amortisation wird über 20 Jahre gesucht, ein Lithiumspeicher hält meist 10 bis 15 Jahre; Alterung und Austausch werden nicht gerechnet. Ohne Amortisation innerhalb von 20 Jahren zeigt das Tool „mehr als 20 Jahre“.
- Unverbindliche Schätzung, die keine Planung durch einen Fachbetrieb ersetzt.
Für die Amortisation der ganzen PV-Anlage nutzen Sie den Rentabilitätsrechner für Solarmodule.
Quellen und Stand: EEG-Sätze: Bundesnetzagentur, EEG-Förderung und -Fördersätze und deren Archiv „Anzulegende Werte für Solaranlagen August 2026 bis Dezember 2026“; Strompreis: BDEW-Strompreisanalyse August 2026; Regeln: § 9 EEG, § 51 EEG und § 51a EEG, § 12 UStG. Französischer Rahmen: CRE-Beschluss 2026-147 vom 15.07.2026 (Tarif Bleu, 13,61 c€/kWh netto), Stromsteuer 30,85 €/MWh seit 01.02.2026 (BOFiP, BOI-RES-EAT-000240) und 20 % MwSt., also 0,2003 €/kWh; Vergütung 1,1 c€/kWh für Anträge ab 05.06.2026 (französische Verordnung vom 1. Juni 2026, Art. 8). Geprüft am 22.10.2026.
Häufig gestellte Fragen
Wann amortisiert sich ein Batteriespeicher 2026?
Mit den Standardwerten (6 kWp, 10 kWh, 5.800 €, Inbetriebnahme im Oktober 2026, 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung und 37 ct/kWh Strompreis laut BDEW) spart der Speicher im ersten Jahr 791 €. Statisch ergibt das 5.800 ÷ 791 = 7,3 Jahre; mit 3,5 % Strompreissteigerung pro Jahr ist er im 7. Jahr bezahlt. In Frankreich, wo der Überschuss seit Juni 2026 nur 1,1 c€/kWh bringt, sind es 511 € pro Jahr und 10 Jahre.
Wie stark erhöht ein Speicher den Eigenverbrauch?
Das Tool geht ohne Speicher von 35 % Eigenverbrauch aus. Mit 10 kWh an 6 kWp steigt er auf 74,1 % des Ertrags, höchstens aber auf 85 % des Haushaltsverbrauchs.
Warum spielt die Einspeisevergütung eine Rolle?
Jede gespeicherte kWh wird nicht mehr eingespeist. Die Ersparnis je kWh ist daher Strompreis minus Vergütung: 0,37 − 0,077 = 0,293 € mit den deutschen Standardwerten, 0,2003 − 0,011 = 0,189 € mit den französischen.
Welche Speichergröße ist sinnvoll?
Ab einer gewissen Größe wird der Speicher nicht mehr voll: Das Tool begrenzt die gespeicherte Energie auf 45 % des Ertrags und 300 Zyklen pro Jahr. Bei 6 kWp bringt eine Kapazität über etwa 11,5 kWh in diesem Modell nichts mehr.
Welche Einspeisevergütung gilt 2026 für eine PV-Anlage mit Speicher?
Bei Teileinspeisung und Inbetriebnahme vom 01.02. bis 31.07.2026: 7,78 ct/kWh bis 10 kWp und 6,73 ct/kWh bis 40 kWp. Vom 01.08. bis 31.12.2026: 7,70 und 6,66 ct/kWh. Der Satz gilt 20 Jahre lang unverändert; über 10 kWp wird anteilig nach Leistung gerechnet.
Welcher Strompreis ist für die Amortisation richtig?
Das Tool nimmt 37,0 ct/kWh, den Durchschnittspreis 2026 für Haushalte laut BDEW-Strompreisanalyse vom August 2026. Genauer ist der Arbeitspreis Ihres Vertrags ohne Grundpreis, denn nur ihn spart der Speicher. Bei 32 ct/kWh sinkt die Ersparnis mit den Standardwerten auf 656 € pro Jahr, und die statische Amortisation steigt auf 8,8 Jahre.
Zahlt man Mehrwertsteuer auf einen Batteriespeicher?
Nein, wenn die PV-Anlage höchstens 30 kWp hat und auf oder an einem Wohngebäude steht: Seit 2023 gilt für Lieferung und Installation von Modulen und Speichern ein Steuersatz von 0 % (§ 12 Abs. 3 UStG). Der Angebotspreis ohne Umsatzsteuer ist dann der Endpreis.
Was ändert das Solarspitzengesetz für den Speicher?
Für Anlagen, die seit dem 25.02.2025 in Betrieb gehen: Unter 100 kW ist die Einspeisung ohne Smart Meter und Steuerbox auf 60 % der Leistung begrenzt, und ab dem Jahr nach dem Smart-Meter-Einbau gibt es bei negativen Börsenpreisen keine Vergütung; diese Zeiten werden am Ende des Förderzeitraums angehängt. Ein Speicher nimmt die Mittagsspitze auf und verringert so abgeregelten oder unvergüteten Strom. Das Tool rechnet diesen Vorteil nicht ein.
Ist das Tool wirklich kostenlos?
Ja, alle Werkzeuge auf Kristools sind zu 100% kostenlos und ohne Registrierung zugänglich.
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