Eigenschutzzeit berechnen: UV-Index, LSF und Sonnencreme
Berechnen Sie die maximale sichere Aufenthaltsdauer in der Sonne vor Sonnenbrand basierend auf Fitzpatrick-Hauttyp, UV-Index und LSF.
UV-Index, Hauttyp und LSF: Zeit bis zum Sonnenbrand schätzen
Das Tool schätzt die Zeit bis zum Sonnenbrand ohne Sonnencreme, indem es eine Referenzzeit je Hauttyp (10 bis 60 Minuten bei UV-Index 10) durch den UV-Index des Tages teilt und sie bei Bodenreflexion verkürzt. Außerdem zeigt es den Anteil der von der Creme gefilterten UVB-Strahlung, (LSF − 1) / LSF, also 96,7 % bei LSF 30.
Formeln
- Zeit ohne Creme (min) = Referenzzeit × 10 / UV-Index, gerundet. Referenzzeit bei UV 10: Typ I 10 min, II 15, III 20, IV 30, V 45, VI 60.
- Reflexion: Zeit geteilt durch 1,25 (Wasser), 1,20 (Sand) oder 1,80 (Schnee), mindestens 2 Minuten.
- Gefilterte UVB (%) = (LSF − 1) / LSF × 100. Die Option „50+“ wird mit LSF 60 berechnet.
- Nachcremen: alle 120 Minuten, beim Baden oder Sport alle 80 Minuten.
Beispiel
Hauttyp II, UV-Index 7, LSF 30, in der Stadt: 15 × 10 / 7 = 21,4, also 21 Minuten bis zum Sonnenbrand ohne Creme; die Creme filtert 96,7 % der UVB-Strahlung und lässt 3,3 % durch. Auf Schnee sinkt die Zeit auf 21 / 1,8 = 12 Minuten. Mit LSF 15 liegt die Filterung bei 93,3 %.
Kategorien des UV-Index
0-2 niedrig; 3-5 mäßig; 6-7 hoch; 8-10 sehr hoch; ab 11 extrem. Die WHO rät ab 3, mittags den Schatten zu suchen, und ab 8, mittags nicht ins Freie zu gehen.
Grenzen
Die Referenzzeiten je Hauttyp und die Reflexionsfaktoren sind Größenordnungen, nicht anhand einer offiziellen Quelle überprüft. Der LSF wird im Labor mit 2 mg Creme pro cm² Haut gemessen (ISO 24444, nicht überprüft); in der Praxis wird oft weniger aufgetragen, und die Zeit ohne Schutz mal LSF ergibt keine sichere Aufenthaltsdauer. Sonnencreme ist kein Grund, länger in der Sonne zu bleiben. Die angezeigten Mengen (etwa 30 ml für den Körper) sind Richtwerte. Das Ergebnis ist eine Schätzung und ersetzt keine dermatologische Beratung.
Quellen und Stand: WHO, praktischer Leitfaden zum globalen UV-Index vom 13.06.2002 (WHO, Global solar UV index: a practical guide) und Fragen und Antworten zum UV-Index vom 20.06.2022 (WHO, Radiation: the ultraviolet (UV) index); Empfehlung 2006/647/EG der Europäischen Kommission vom 22.09.2006 zur Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln (Schutzkategorien, „50+“ ab LSF 60) und ISO 24444:2019, ohne Link zitiert und nicht online überprüft (geprüft am 14.10.2026)
Häufig gestellte Fragen
Wie lange kann man bei UV-Index 7 in der Sonne bleiben?
Für helle Haut (Hauttyp II) schätzt das Tool bei UV-Index 7 etwa 21 Minuten bis zum Sonnenbrand ohne Schutz, auf Schnee 12 Minuten. Die WHO rät, ab UV-Index 3 mittags den Schatten zu suchen.
Was ist der Unterschied zwischen LSF 30 und LSF 50?
LSF 30 filtert etwa 96,7 % der UVB-Strahlung, LSF 50 etwa 98 %, berechnet als (LSF − 1) / LSF. Der Unterschied wirkt klein, doch der durchgelassene Anteil sinkt von 3,3 % auf 2 %. Die Werte setzen 2 mg Creme pro cm² Haut voraus, die Labordosis.
Kann man mit Sonnencreme LSF-mal länger in der Sonne bleiben?
Theoretisch erhöht LSF 30 die für eine Rötung nötige UVB-Dosis um das 30-Fache, das setzt aber eine dicke, intakte Schicht voraus. Schweiß, Reibung und zu wenig Creme verringern den Schutz: Das Tool empfiehlt, alle 2 Stunden nachzucremen, beim Baden oder Sport alle 80 Minuten.
Was bedeutet ein UV-Index von 8 oder mehr?
UV-Index 8 bis 10 gilt als sehr hoch, ab 11 als extrem. Auf diesen Stufen rät die WHO, mittags nicht ins Freie zu gehen. Bei UV-Index 8 schätzt das Tool ohne Schutz 19 Minuten bis zum Sonnenbrand für Hauttyp II und 13 Minuten für Hauttyp I.
Ist das Tool wirklich kostenlos?
Ja, alle Werkzeuge auf Kristools sind zu 100% kostenlos und ohne Registrierung zugänglich.
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